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BeitragVerfasst: 27 Mär 2012 08:03 
Kapitelmagier
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Registriert: 20 Feb 2007 13:36
Beiträge: 1026
Wohnort: Dresden
»Das Geheimnis der Ronneburg« von Jörg Olbrich ist der erste Roman einer Trilogie um den Jäger Luuk de Winter, die im Verlag Saphir im Stahl erscheint.
Die beiden nachfolgenden Bände werden von Timo Bader, Hannah Steenbock und Michael Buttler geschrieben. Sicher dürfen wir uns hier auf eine bunte und interessante Mischung gefasst machen.

Als ich das Buch das erste Mal in den Händen hielt, war ich über dessen Qualität angenehm überrascht. Kaum einer der Kleinverlage schafft es, ein Hardcover zu diesem Preis zu drucken. Auch das Papier ist griffig und obwohl ich das Buch überall mit hingeschleppt habe, zeigt es nicht die geringsten Abnutzungserscheinungen. Dafür ein großes Danke an den Verlag!

Das Cover zieht den Leser sofort in seinen Bann – Es zeigt die Rotenburg in einer düster wirkenden Atmosphäre und verspricht Spannung pur. Perfekt für einen historischen Krimi!

Doch von den Äußerlichkeiten soll man sich ja nicht blenden lassen, also ging es sofort ans Lesen.
Der Leser lernt schon im ersten Satz Julius Meyer kennen – den Hauptprotagonisten dieser Geschichte. Er ist nach dem Tod seiner Mutter nach Hüttengesäß gekommen, um hier nach seiner Herkunft und seinem Vater zu suchen.
Die Dorfbewohner sind ihm gegenüber alles andere als freundlich zugewandt, haben sie doch eigene Probleme: Ein Mörder geht am Fuße der Ronneburg um und ermordest die Landsleute auf bestialische Art und Weise.

Während Julius über seine wahren Beweggründe schweigt, weshalb er in das Dorf gekommen ist, freundet er sich mit der Bauerntochter Eva an. Sie ist in Trauer um ihre geliebten Eltern, die der Bestie zum Opfer gefallen sind. Außerdem plagt sie die Ungewissheit, wie sie allein den Hof weiter bewirtschaften soll.

In dieser Zeit heuert der Wirt und Dorfvorsteher Josef Steger Luuk de Winter an – einen erfahrenen Jäger aus Belgien, der helfen soll, die Bestie endlich zu fangen.

Ungewollt muss Julius an der Jagd nach dem Mörder teilnehmen – lässt Luuk de Winter ihn doch nicht mehr aus den Augen.
So erreicht er schließlich die Ronneburg und findet mehr über seine eigene Vergangenheit heraus, als ihm lieb sein kann.

Jörg Olbrich ist ein packendes, mörderisches Puzzle gelungen, das nach und nach zusammengesetzt wird.
Dabei führt er den Leser auch gern einmal an der Nase herum, vergisst aber zum Schluss nicht, alle offenen Fragen plausibel zu klären.
Schon beinahe zu schnell kam das Ende, und mir fiel es schwer, mich von den Figuren zu lösen, die Herr Olbrich lebensecht gezeichnet hat.
Auch die Umgebung wurde wunderbar beschrieben - ohne zu übertreiben. Schon nach den ersten Seiten konnte ich mir ein Bild von Hüttengesäß machen. Nach dem Lesen des Buches ließ mich die Ronneburg nicht los und ich suchte im Internet nach ihr und was ich fand – fand ich beeindruckend. Herr Olbrich hat offensichtlich sehr gut recherchiert, sodass ich von der Burg damals, in der die Geschichte spielt, zu heute einige Parallelen entdecken konnte.

Genau so sollte ein gutes Buch sein: spannend von der ersten bis zur letzten Seite und hervorragend recherchiert.
Ich freue mich schon jetzt auf weitere Werke des Autors (und vielleicht gibt es irgendwann ein Wiedersehen mit Julius und Eva? Beide habe ich fest ins Herz geschlossen …)

_________________
Liebe Grüße
Sandra

http://www.schreibtischkante.de
"Ein Sternlein auf Reisen - In einem Land unter unserem Bett", erschienen 05/2010
"Sind wir noch normal? Ein Blick in das Jenseits", erschienen 10/2010


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BeitragVerfasst: 29 Mär 2012 18:13 
beratende/r Forengreis/in
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Registriert: 23 Aug 2004 19:33
Beiträge: 8098
Wohnort: Schoeffengrund
Hi Sandra,

vielen Dank für die sehr schönen Beurteilungen. Das freut mich sehr.

Liebe Grüße
Jörg :wave:


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