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BeitragVerfasst: 26 Nov 2012 22:15 
Buchstabenmaler
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Ich hab da mal ne Frage ...

Ich arbeite seit geraumer Zeit an einen etwas längeren Roman und habe gestern Nacht nach gut sechs Monaten Pause mal wieder weiterschreiben wollen. Um richtig reinzukommen habe ich erstmal alles nocheinmal gelesen und bei der Gelegenheit gleich ein wenig korrigiert und ausgearbeitet.

... nach fünfzig Seiten fiel mir auf: Ich bin immernoch im Prolog... die Storie ging noch garnicht los ... die Hauptprotagonisten waren bisher nicht in Aktion getreten ... Der ganze "Prolog" hat derzeit eine Länge von 56 Seiten (also 1800 zeichen pro Seite)

Ist das noch vertretbar?

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BeitragVerfasst: 26 Nov 2012 22:21 
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Ehrliche Antwort?
Nein.
Muss es denn wirklich ein Prolog sein? Wenn es denn schon so eine Länge hat, bist du doch schon irgendwie mittendrin. Oder du kannst andere Szenen voran stellen, wenn du meinst, man müsste zuerst die Hauptfiguren vorstellen. Aber 56 Seiten als Prolog empfinde ich als viel, viel zu lang - was aber nicht heißen muss, dass es das nicht schon gibt.

LG Berta

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Berta Berger - Die Prinzessin, die von der Liebe nichts wissen wollte; Kunigund kugelrund, Autumnus Verlag
Valentina Berger - Der Augenschneider; Das Liliengrab
Tamina Berger - Frostengel; Wenn Küsse töten können; Engelsträne, Arena Verlag


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BeitragVerfasst: 27 Nov 2012 08:04 
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Zuletzt geändert von Oryx am 01 Dez 2012 06:35, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 27 Nov 2012 10:37 
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Die Planung ist nicht das Problem.
Jedes Kapitel habe ich bereits mit 10 – 20 Zeilen grob umrissen.

Wie lang ein jedes Kapitel letztendlich wird wird sich immer erst hinterher zeigen.

Es ist ja auch nicht so, das im Prolog nichts passiert … im Gegenteil, da passiert mächtig was.

Dieser Roman wird der Auftakt in ein kleines SF-Universum, dass ich geschaffen habe und für dass ich gerne mehr schreiben möchte. (schon so einiges geschrieben habe und noch viel in Planung habe)
Nur der Mainplot ist halt noch nicht fertig.

In dem Roman gibt es zwei Seiten, keine von beiden ist jetzt „böse“ oder „gut“ - es ist einfach ein Interessenskonflikt, der Kernthema des Buches ist.

Und um dieses verschiedenen Interessen, die Ausweglosigkeiten und die Beweggründe der Protagonisten (es sind nicht wenige) plausibel zu machen, muss ich eine ganze Menge in der Vergangenheit des Universums passieren lassen und dann wiederum die Welt erläutern, in der die Figuren leben – und das alles habe ich in den Prolog gestopft ;)

Natürlich könnte ich den aktuellen "prolog" einfach in "kapitel 1" umwandeln.
Nur isses dann doof, da die eigentliche Handlung erst einige Jahre nach den Geschehnissen im Prolog stattfinden.

Gibt es eine art "Kapitel 0" ? ;)

Optional könnt ich auch auf die Kapitelbezeichnunge verzichten und die Handlung einfach passieren lassen ... und dann ist halt nach 50 Seiten ein unschönes "drei Jahre später" - Und genau das ist das, was ich GARNICHT mag ... ich habe eine richtige Abneigung gegen "drei Jahre später ..."

Das ist ähnlich wie dieser schreckliche Serientrend, in der sie den Höhepunkt der Handlung zeigen und dann drunterschreiben: "3 Wochen zuvor", nur damit wir jetzt dranbleiben um zu erfahren, warum da nun etwas explodiert ist ...

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BeitragVerfasst: 27 Nov 2012 13:19 
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Galax hat geschrieben:
Gibt es eine art "Kapitel 0" ? ;)



Warum denn nicht? Hab ich noch nie gesehen, aber ich würde es lustig finden, wenn ich das in einem Buch so lesen würde. ;D

LG Berta

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BeitragVerfasst: 27 Nov 2012 15:10 
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"Kapitel 0" finde ich gar nicht schlecht. Besser als einen ellenlangen Prolog.
Aber egal, wie immer man das Ding bezeichnet, ich meine, die Hauptfigur sollte dann schon mal langsam auftauchen, zumindest ansatzweise . Ich denke dabei an sowas wie z.B. die Entstehung der Hauptfigur oder die Vorgeschichte zur Entstehung oder so was in der Art.
Du bist doch sicher nach 50 Seiten auch schon mitten in der Handlung, jedenfalls in irgendeiner Handlung, die für deine Geschichte wichtig ist, oder? Ich weiß nicht, ob das dann noch als "Prolog" durchgeht.
Ich meine eher nicht.

Ich muss dazu sagen, dass ich noch nie einen Prolog geschrieben habe, somit also kein Fachmann bin. Ist eher ein Bauchgefühl.
Gruß Carolin

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BeitragVerfasst: 27 Nov 2012 15:32 
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Zuletzt geändert von Oryx am 01 Dez 2012 06:35, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 27 Nov 2012 19:54 
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Ich denke, ich werde wirklich kapitel 0 nennen.

Eventuell hau ich noch nen kleinen historischen Abriss auf Seite 1 hin, damit der Leser in etwa weiß, in was für einer Welt/Zeit er sich befindet... mal schaun.

Während des ellenlangen "Prologs" gibt es ja sogar eine äußerst wichtige und auch handelnde Hauptfigur, die am Ende des ganzen stirbt, aber dafür den anderen (der zweiten Gruppe) den Beginn der Geschichte überhaupt erst ermöglicht und die Handlung in Fahrt kommt, indem die zweite Gruppe auf die erste losgelassen wird.

Nach 50 seiten bin ich übrigens noch lange nicht mittendrin, ich habe etwa 400 Seiten geplant (es wird wahrscheinlich eh länger - es gibt ja soooviel zu erzählen ... )

Aber danke für die Hinweise, ich denke, damit ist der Prolog als solches keiner mehr ;)

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BeitragVerfasst: 28 Nov 2012 10:31 
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BeitragVerfasst: 28 Nov 2012 12:20 
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He, hast du meinen Roman aus der Zukunft bekommen?! O.o

Scherz ^^

GANZ so schlimm ist es nicht. (aber ziehmlich ähnlich)
Kürzen geht allerdings nicht, der ehemalige "Prolog" hetzt jetzt schon so sehr ... es passiert halt viel.

Ich denke, die Idee "Kapitel 0" werde ich weiter verfolgen.

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BeitragVerfasst: 28 Nov 2012 13:31 
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BeitragVerfasst: 28 Nov 2012 20:07 
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Auch von mir ein klare Antwort:

Viel zu lang

Das schreibe ich dir als jemand, der bis vor kurzem selbst Prologe mit teilweise bis zu zehn Seiten geschrieben hat. Weg damit ist mein Rat. Und zwar ersatzlos. Steig in die Handlung so schnell wie möglich ein, verteile die Informationen im Laufe der Story. Aber niemals geballt und schon gar nicht am Anfang. Wie soll da ein Spannungsbogen entstehen, wenn du nach 56 Seiten noch nicht einmal damit angefangen hast? Wie soll eine emotionale Bindung zu den Protagonisten entstehen, wenn sie noch gar nicht aufgetaucht sind?

Wenn du einmal ein etablierter Autor bist, viele Stammleser hast, werden die das möglicherweise durchgehen lassen. Die wissen, was du kannst und bringen eventuell die Geduld auf. Der moderne Leser ist aber ein ungeduldiges Biest. Da wird sich kaum jemand durch einen schier endlos langen Prolog kämpfen.
Wahrscheinlich wird das auch kaum ein Verleger bzw. Lektor.

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BeitragVerfasst: 28 Nov 2012 21:30 
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Beiträge: 755
Oder wie ist diese Variante: Schreib dein Kapitel 0. Veröffentliche deine Geschichte ab Kapitel 1. Sofern Interesse besteht, reiche dein Kapitel 0 nach.
Das ist nicht so irre, wie es klingt. Star Wars - um das Beispiel aufzugreifen - hat ungerührt mit Episode 4 angefangen, in der begründeten Hoffnung, dass die Leute sich schon irgendwie einfinden und umso gespannter auf die Vorgeschichte sind.

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BeitragVerfasst: 28 Nov 2012 21:47 
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Zitat:
Oder wie ist diese Variante: Schreib dein Kapitel 0. Veröffentliche deine Geschichte ab Kapitel 1. Sofern Interesse besteht, reiche dein Kapitel 0 nach.
Das ist nicht so irre, wie es klingt. Star Wars - um das Beispiel aufzugreifen - hat ungerührt mit Episode 4 angefangen, in der begründeten Hoffnung, dass die Leute sich schon irgendwie einfinden und umso gespannter auf die Vorgeschichte sind.

Und bei "The Ring" kam doch auch nach dem 3. Band noch der Band 0 raus, der - wenn ich mich richtig erinnere, ist schon eine gute Weile her, dass ich es gelesen habe - die Vorgeschichte und Zusatz-Episoden zu den 3 übrigen Bänden enthält. Scheint also gar nicht sooo arg ungewöhnlich zu sein, diese Vorgehensweise.


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BeitragVerfasst: 28 Nov 2012 23:12 
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Beiträge: 124
Aventurin hat geschrieben:
Oder wie ist diese Variante: Schreib dein Kapitel 0. Veröffentliche deine Geschichte ab Kapitel 1. Sofern Interesse besteht, reiche dein Kapitel 0 nach.
Das ist nicht so irre, wie es klingt. Star Wars - um das Beispiel aufzugreifen - hat ungerührt mit Episode 4 angefangen, in der begründeten Hoffnung, dass die Leute sich schon irgendwie einfinden und umso gespannter auf die Vorgeschichte sind.


Das hatte meiner Erfahrung nach etwas andere Ursachen;

G.L. ist ja damals mit groben umrissen aller neun Teile zu den Studios gegangen und diese haben dann (auch wohl aus kosten gründen) sich nur die Mitte (Episode 4,5, und 6) rausgepickt und gesagt: "den Teil nehmen wir.“
(Die ersten drei und die letzte drei gibt’s ja seit Jahrzehnten als Buchreihe)

Aber mit SW kenn ich mich nicht wirklich aus … ist meiner Meinung nach kein SF ^^
Und es hat mich nie gefesselt.

Was meinen Ex-prolog betrifft.
Ich kann nciht drauf verzichten. Aber ich werde es nun ganz simple als Kapitel 1 "verkaufen" ^^ Auch keine "null" mehr ^^

Die Ereignisse, die die (sterbende) Protagonistin ins Rollen bringt sind maßgeblich für den gesamten Handlungsbogen. Zudem gibt es noch fünf wichtige Figuren aus dem "Prolog" die im eiterhin Mainplot eine wichtige Rolle spielen. Ebenso werden einige Nebencharaktere bereits erwähnt und gezeigt, die ihren eigentlichen Auftritt erst ab Kapitel 3 haben. (es wird 19 Kapitel geben)

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