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BeitragVerfasst: 11 Okt 2008 14:32 
Schreiberling
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Hallo Maren,

das ist irgendwie schade. Aber ich kann deine Gründe nachvollziehen und hoffe, du kommst trotzdem irgendwann noch zu den Zentauren. Ich kann mich da dunkel an einen Textausschnitt erinnern? Montsegur?

Anyway, ich möchte gerne mal moderne Worte und Ideen zu diesem Volk lesen.
(vielleicht endlich mal "Die Zentauren" von Maren Frank? [1] )
Also fasse ich mich in Geduld [4], da ich zu diesen Wesen keinen schreibenden Bezug finden würde (sonst würden sie vielleicht in meinem aktuellen Projekt auftauchen [4] )

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BeitragVerfasst: 11 Okt 2008 15:11 
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Ich glaube ja, die großen Verlage schreiben immer dann ihre Wettbewerbe aus, wenn sie nicht mehr genug gute Manuskripte für ihre Mainstream-Ideen haben. Dann suchen sie nicht das außergewöhnlich Neue, sondern etwas, das zwar außergewöhnlich und neu, aber noch immer passend im Mainstream ist. "Die Zentauren" wäre sicher ein toller Völkerroman, wenn die Zentauren nicht in der griechischen Antike angebunden wären, sondern plötzlich den Orks die Jagdgründe streitig machen oder die Berliner U-Bahn besetzen.

Was ich persönlich eben so traurig finde: Vieles, was gut ist, wird nicht genommen, weil die Verlagsvertreter meinen, es sei nicht ausreichend verkäuflich. Natürlich können die sich auch irren und es gibt immer wieder Beispiele, die das Gegenteil beweisen. Aber gerade, was solche Romanausschreibungen angeht, bin ich mittlerweile ziemlich desillusioniert, wenn sie von riesigen Konzernen und Publikumsverlagen ausgeschrieben werden. Es ist eine Chance für talentierte Autoren, die dem Mainstream eine neue, originelle Ader abgewinnen. Wer abseits des Mainstreams schreibt, wird auch hier keine Chance bekommen. Ich würde mich freuen, wenn ich eines Besseren belehrt würde.

Gruß, Melanie

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BeitragVerfasst: 11 Okt 2008 15:46 
Kapitelmagier
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Für Nischenprodukte gibt es Kleinverlage.
Ein großes Unternehmen würde nicht lange überleben, wenn es jedem vermeintlich gutem Produkt den Vorzug geben würde, dass sich aber nicht verkauft, weils niemand haben will. Es zählen nur Verkaufszahlen, um die Verwaltung am Leben zu halten.

Ein Manuskript für Heyne muss definitiv mainstreamtauglich sein.

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BeitragVerfasst: 11 Okt 2008 16:20 
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Zitat:
J.K. Brandon schrieb am 11.10.2008 16:46
Ein großes Unternehmen würde nicht lange überleben, wenn es jedem vermeintlich gutem Produkt den Vorzug geben würde, dass sich aber nicht verkauft, weils niemand haben will. Es zählen nur Verkaufszahlen, um die Verwaltung am Leben zu halten.


Die Frage ist natürlich bei dieser Aussage: Will es tatsächlich niemand haben, oder wäre einfach der Werbeaufwand zu groß? Denn es gab ja schon diverse Fälle, in denen alle glaubten, das will garantiert keiner haben, aber plötzlich rissen sich die Leute darum. Berühmte Beispiele:
"Die Wanderhure" - wurde diverse Male abgelehnt, weil man glaubte, keiner wolle etwas über eine beschädigte Heldin lesen.
"Harry Potter" - wird immer wieder als Beispiel herangezogen.
"Tannöd" - wurde ein Mega-Bestseller, an den sich die Großen nicht herantrauten.
"Schlafes Bruder" hatte 27 Verlagsabsagen.

Man kann die Liste unendlich fortführen, aber ich glaube nicht, dass es die Chance für derartige Werke bei einem Wettbewerb erhöht, weil es da um etwas anderes geht - tauglicher Mainstream!

Gruß, Melanie

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BeitragVerfasst: 11 Okt 2008 16:45 
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Eben das ist das Problem, es soll neu, aber doch altbewährt sein.

"Die Zentauren" gibt es noch nicht, aber ich hab nicht nur Zentauren da drin, da laufen auch etliche antike Götter herum und Iason (der ja beim Zentaur Cheiron erzogen wurde) hat diese Sache mit dem goldenen Vlies zu erledigen. [4]

Gelesen hat davon aber noch niemand etwas, das Projekt ist mir noch zu unausgereift, als dass ich es auf Leser loslassen mag.

Ich hatte es erst für die Kurzroman-Ausschreibung überlegt, aber es ist mir auch ein wenig zu schade, so dermaßen stark einzukürzen, dass ich bei 150.000 Zeichen bleibe.

Aber ich schau mal, ob mir was mainstreamiges einfällt. Chancen rechne ich mir zwar auch dann nicht aus, aber ich hab einfach Lust, teilzunehmen.

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BeitragVerfasst: 11 Okt 2008 17:09 
Kapitelmagier
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Warum machst du es dann nicht so...

"Die Zentauren" ist ne super Idee und wenn man es auch so verpackt, wie z.b. "Die Zwerge" oder "Die Trolle", also mit einer einfachen, nicht überladenen Geschichte, dann wird das auch was.

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BeitragVerfasst: 11 Okt 2008 17:10 
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O.k. Maren, hier wäre der ultimative Main-Stream-Zentauren-Plot:

Der Zentauer Cheiron jr. ist ein Nachfahre des berühmten Erziehers von Jason. Leider lebt er nicht mehr im antiken Griechenland, sondern in einer kleinen, verschwiegenen Gemeinschaft von Zentauren im Bayrischen Wald, die sich gern als Freizeitreiter tarnen, um nicht aufzufallen. Leider plant das bayrische Innenministerium, einen großen Teil des Waldes zum Abholzen für Sozialwohnungen freizugeben, was den Lebensraum und das Inkognito der Zentauren gefährden würde. Gemeinsam mit der Vampirin Erna, die ganz in der Nähe in ihrem verborgenen Schloss wohnt, welches ebenfalls von der Entdeckung bedroht wäre, wenn die Sozialsiedlung sich ihr zu sehr nähern sollte, macht Cheiron sich auf nach München, um die Abholzgenehmigung zu stehlen. Leider haben weder Cheiron noch Erna bedacht, dass es etwas gibt, das sowohl Zentauren als auch Vampire in Furcht und Schrecken versetzen kann: Die deutsche Bürokratie ...
Na, wäre das was? [4]

Gruß, Melanie

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BeitragVerfasst: 11 Okt 2008 17:13 
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Ich vergaß noch: Ein besonderes Schmankerl wären die erotischen Liebesszenen zwischen Erna und Cheiron. Wie funktionierte die Liebe zwischen Vampir und Zentaur? Und wird Cheiron am Schluss Ernas Blutrausch erliegen und sich in einen Vampir verwandeln? Falls ja, wird er dann auch eine Fledermausgestalt annehmen, oder sich nur in einen simplen Pegasus verwandeln? [1]

Gruß, Melanie

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BeitragVerfasst: 11 Okt 2008 18:27 
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Zitat:
Melanie schrieb am 11.10.2008 16:11
Ich glaube ja, die großen Verlage schreiben immer dann ihre Wettbewerbe aus, wenn sie nicht mehr genug gute Manuskripte für ihre Mainstream-Ideen haben. Dann suchen sie nicht das außergewöhnlich Neue, sondern etwas, das zwar außergewöhnlich und neu, aber noch immer passend im Mainstream ist.


Auch ein Grund, warum ich mich nicht an diesem Wettbewerb beteiligen werde. "Die letzte Quest" ist zwar ein Fantasy-Roman (oder soll einer werden [4] ), aber ich gehe da soweit abseits der bekannten Wege, da kann ich mir den Streß und das Porto sparen.

Zitat:
Melanie schrieb am 11.10.2008 16:11
Was ich persönlich eben so traurig finde: Vieles, was gut ist, wird nicht genommen, weil die Verlagsvertreter meinen, es sei nicht ausreichend verkäuflich.


Im weitesten Sinne also nach dem inneren Schweinehund (500 NS tippen? Boooah, wie kann ein Mensch soviele Worte finden? [4] ), dem Lektor oder Agenten, haben wir hier die dritte Hürde, die man nehmen muss, bevor es mit Anlauf an die vierte und fünfte geht. Den Buchhandel und den Leser. Eigentlich sind es sogar sechs, wenn man die Marketigabteilung eines Verlages dazu zählt, aber die gilt nicht, wenn der Vertreter vorher sagt: "Dafür gibt es eh keinen Markt. den nehmen wir nur auf, damit wir die Bücher mit ein paar negativen Zahlen frisieren können." [4]

Tscha, freie Marktwirtschaft eben.
Je größer der Verlag, um so dicker der Wasserkopf der Geld braucht, um so größer der Zwang nur Kassenknüller zu landen ... [4]

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BeitragVerfasst: 11 Okt 2008 18:30 
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Zitat:
Melanie schrieb am 11.10.2008 18:10
O.k. Maren, hier wäre der ultimative Main-Stream-Zentauren-Plot:

Der Zentauer Cheiron jr. ist ein Nachfahre des berühmten Erziehers von Jason. Leider lebt er nicht mehr im antiken Griechenland, sondern in einer kleinen, verschwiegenen Gemeinschaft von Zentauren im Bayrischen Wald, die sich gern als Freizeitreiter tarnen, um nicht aufzufallen.


[2]
Klasse Melanie, das solltest Du schreiben, das gäbe ne tolle Fantasy-Parodie.

Aber ich glaube, ich überlege mir da wirklich was mit Zentauren; in meiner eigenen Fantasy-Welt, ohne Cheiron (seufz, muss er halt mal wieder auf Eis), den erwähne ich höchstens mal als Stammvater. Vielleicht zwei Herden, die eine lebt nach Cheirons Philosophie (der Menschen sehr mochte), die andere ist kriegerisch. Was meint ihr?

Dann versuche ich es mal mit einem "Die Fantasyvolk"-Roman; macht halt einfach Spaß.

Was die Erotik angeht, liebe Melanie, da gibt es in der Fantasy besonders im Fandombereich noch weit ungewöhnlichere Kombinationen. [4] Da hab ich schon Elfe/Zentaur gefunden, auch Firenze ist in einigen Harry Potter-FanFiktions durchaus aktiv.

Und gerade lese ich einen Roman, in dem ein Werwolf sich in eine Halbvampirin (ihre Mutter war Walküre) verliebt.

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BeitragVerfasst: 11 Okt 2008 18:34 
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Na, dann mal zu mit dem Völkerroman "Die Zentauren". Der Titel wäre ja schon mal Programm, oder? Und wenn du mit "Die Zentauren" berühmt geworden bist, kauft man dir auch den Rest ab [4]

Gruß, Melanie

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BeitragVerfasst: 11 Okt 2008 19:49 
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So, nachdem ich jetzt endlich das Bild der als Freizeitreiter getarnten Zentauren (Melanie, da hast Du was angestellt, die werde ich nie vergessen) aus dem Kopf bekommen hab, sind mir wirklich schon erste Fragmente eingefallen.

Aus der Sicht eines Pferdes hab ich ja schon beim Einhornroman geschrieben, das sollte also nicht das Problem sein. Ich versuch das jetzt einfach mal und schau, was dabei raus kommt.

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BeitragVerfasst: 13 Okt 2008 15:57 
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Ich fürchte, diesmal muss ich passen (das einzige mit richtiger Länge, das ich hab, ist der erste Teil einer Serie, was sicher nicht bei Ausschreibungen passt). Und den Umfang neu schreiben schaff ich jetzt, wo das Weihnachtsgeschäft auch noch unaufhaltsam näher rückt, wohl eher nicht - schon gar nicht die 100 Überarbeitungen, bis ich dann endlich zufrieden bin und es abzuschicken wage.
Aber ich bin überhaupt unsicher, ob "Deutschlands neuer magischer Bestseller" seinen Wohnsitz nicht auch IN Deutschland haben muss. Sie verlangen zwar keine Kopie des Meldezettels, aber zweifeln lässt es mich trotzdem [3]


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BeitragVerfasst: 13 Okt 2008 16:12 
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Serie darf sein laut Ausschreibung. Und deutscher Wohnsitz ist nicht Pflicht.
Gruß, Melanie

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BeitragVerfasst: 13 Okt 2008 16:24 
Schreiberling
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Registriert: 18 Okt 2006 17:03
Beiträge: 1972
Wohnort: Rhein-Main-Gebiet
Zitat:
Es kann ein Einzelroman oder auch der Auftakt einer Serie sein.


Steht so in der Ausschreibung wörtlich drin.


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