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BeitragVerfasst: 28 Sep 2009 07:55 
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Registriert: 11 Nov 2004 13:45
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Ausgabe 13 / Sommer 2010

Themenschwerpunkt: Mißverständnisse

Es erscheint meist unerwartet und wenn man glaubt, es zu erkennen, unterliegt man häufig seiner Bedeutung: das Mißverständnis
Kommunikation enthält viel Spielraum für Interpretation und wer falsch interpretiert, hat nicht das notwendige Verständnis... für politische Zusammenhänge, wirtschaftliche Zwänge oder das Befinden des Nachbarn. Der Irrtum liegt nicht in der Wortwahl, sondern in der Aufarbeitung der Information. Verstehen wird zur Forderung, wenn nach Erklärungen gesucht wird, warum etwas vollkommen schief gegangen ist. Meist hat man aneinander vorbeigeredet oder das Kleingedruckte nicht beachtet. Der Verstand hat versagt und ist einem Mißverständnis aufgesessen - Pech gehabt.

Mißverständnisse erzeugen Kriege und Enttäuschungen, aber auch Liebe und Erwartungen; müssen aufgeklärt werden, auch wenn es manchmal gar nicht sinnvoll ist. Die Geschichte ist voll von Mißverständnissen, die zu gleichen Teilen Elend und Fortschritt erzeugt haben. Religionen und Kulturen basieren darauf, oft auch gleichzeitig deren Untergang. Drohungen werden zu unverbindlichen Erklärungen, Versprechen waren so nicht gemeint. Man hat verstanden, aber auch richtig? Bitte mißverstehen sie mich nicht, aber sie unterliegen einem Mißverständnis.

Welche Art von Mißverständnissen möglich sind und in welchem Zusammenhang sie stehen, möchten wir gerne von den Autoren und Künstlern erfahren - in Form von Prosa, Lyrik und Grafik

Einsendeschluss für Beiträge zu diesem Thema ist der 15. April 2010

Die einzelnen Ausgaben besitzen ein Schwerpunktthema - bitte die Ausschreibungen beachten.

Die Texte sollten als RTF-Anhang oder schlimmstenfalls direkt in der Text-Mail zugesendet werden. Einsendungen an nospam@asphaltspuren.de Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. . Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, du musst Javascript aktivieren, damit du sie sehen kannst . Bitte das "nospam" vor dem @ durch die korrekte Bezeichnung redaktion.print ersetzten.

Was nehmen wir? Kurzprosa und Lyrik - wenn sie uns gefällt.
Sehr gerne auch Sach- und Fachartikel zum Schreiben, Rezensionen, Berichte über Literatur-Projekte, Artikel zum netzbezogenem Arbeiten, Vorstellungen von Autorengruppen, Zeichnungen u.a.

Lyrik: Bitte nicht mehr als drei Gedichte pro Autor.
Prosa: Bitte nicht nicht mehr als eine Story, max. 10 000 Zeichen (ohne Leerzeichen).

Ein Autoren-Honorar können wir leider nicht zahlen, aber ein Belegexemplar erhaltet Ihr auf jeden Fall, wenn der Text in der Druckausgabe erscheint. Außerdem können weitere Exemplare zum reduzierten Preis nachbestellt werden.

Die Rechte an den Texten bleiben weiterhin bei Euch. Allerdings erklärt Ihr mit der Zusendung, dass Ihr mit der Veröffentlichung in der Druckausgabe von Asphaltspuren einverstanden und die Urheber der Texte seid.

Der Eingang der Einsendungen wird von uns in der Regel nicht bestätigt. Weil die Heftplanung einen Vorlauf von ca. drei Monaten benötigt, bitten wir außerdem um Verständnis, wenn es manchmal ein wenig länger dauert, bis wir uns im Falle einer Veröffentlichung melden.

Quelle: http://asp.leseattacke.de/index.php?opt ... &Itemid=27


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BeitragVerfasst: 28 Sep 2009 17:55 
Wortakrobat
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Beiträge: 321
Nina hat geschrieben:
Der Eingang der Einsendungen wird von uns in der Regel nicht bestätigt.

Mmh :problem:, ich glaube nicht, dass die so mit Einreichungen zugeworfen werden, dass das ein unzumutbarer Aufwand wäre.
Zumindest eine einfache Standardantwort "Dein Text ist angekommen" gebietet eigentlich die Höflichkeit.

Vor allem, wenn dann noch das gilt:
Zitat:
Weil die Heftplanung einen Vorlauf von ca. drei Monaten benötigt, bitten wir außerdem um Verständnis, wenn es manchmal ein wenig länger dauert, bis wir uns im Falle einer Veröffentlichung melden.

Dass es lange dauern kann, ist ja nix Neues (und meist auch verständlich).
Aber dann kann man zwischendurch schon mal "Piep" sagen.

Muss aber immerhin zugestehen, dass sie wenigstens auf ihre geplante absolute Funkstille hinweisen.


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BeitragVerfasst: 28 Sep 2009 21:45 
Geschichtenweber-Legende
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Registriert: 11 Nov 2004 13:45
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Also drei Monate auswählen und sich nicht früher zu einer Entscheidung drängen lassen (falls sie mal schneller sind, beschwert sich ja keiner), finde ich schon O.K. Empfangsbestätigung ist aber wirklich kaum Aufwand und hilft enorm weiter - Ablehnungen noch mehr, dann kann man den Text wonders hinschicken.

Ich denke mir in dem Zusammenhang aber immer, dass sich die Einstellung so mancher Herausgeber wohl ändern würde, wenn nicht immer wieder einzelne Autoren sie derartig beschäftigen würden. Die einen fragen ununterbrochen nach (einer wollte mal schon vor dem Einsendeschluss Zu- oder Absage wegen einer anderen möglichen Veröffentlichung), die anderen akzeptieren kein nein, sondern versuchen, ihr Gegenüber in abendfüllende Diskussionen zu verwickeln.

Ich finds natürlich schade und es wäre am besten, wenn es möglichst viel Kommunikation im Rahmen solcher Ausschreibungen gäbe, aber ich aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen von "der anderen Seite aus" kann ich es teilweise nachvollziehen, wenn einer die Schotten ganz dicht macht.


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BeitragVerfasst: 29 Sep 2009 21:33 
Wortakrobat
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Registriert: 26 Mai 2007 19:30
Beiträge: 321
Kann ich schon nachvollziehen, dass man nicht die ganze Zeit mit irgendwelchen Leuten im "Mailclinch" liegen möchte.

Trotzdem: Eine Eingangsbestätigung und im Fall einer Absage eine zweite Mail, dass sollte einfach drin sein.
Zitat:
wenn es manchmal ein wenig länger dauert, bis wir uns im Falle einer Veröffentlichung melden.
Diese Formulierung lässt vermuten, dass sie sich bei einer "Absage" auch nicht melden.

Beide Mails (Eingangsbestätigung und eine eventuelle Absage) können vorgefertigte Texte sein, für die man nur einmal eine Vorlage erstellen muss.
Ich verstehe voll und ganz, wenn es nicht mehr ist, glaube aber, dass es nicht weniger sein sollte.


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BeitragVerfasst: 15 Nov 2009 18:36 
Bleistiftspitzer

Registriert: 15 Nov 2009 12:18
Beiträge: 8
Nun habe ich auch die Gelegenheit zu antworten....

Erst einmal die Sache mit der Antwortmail. Recht habt ihr und wir werden es zukünftig auch so handhaben. Warum wir es nicht schon lange machen?
Die Antwort darauf ist so lächerlich einfach, daß man sie nur versteht, wenn man selbst mit einer Minimumredaktion ein Projekt wie Asphaltspuren stemmt: Vor lauter Arbeit haben wir es einfach oft vergessen. Und das gab richtig böse Worte. Seitdem wir es auf der Webseite so formuliert haben, gab es nie wieder Ärger ! Alle waren zufrieden.

Zitat:
Muss aber immerhin zugestehen, dass sie wenigstens auf ihre geplante absolute Funkstille hinweisen.


Trotzdem gebührt der Anstand eine Reaktion auf eine Einsendung, denn schließlich "leben" wir von den Autoren. Wir werden das ändern, versprochen. Trotzdem wird es vorkommen, daß wir uns erst am folgenden WE melden können, denn wie fast alle hier auf dem Board, müssen auch wir unsere Brötchen mit anderer Arbeit verdienen.

Zitat:
Mmh, ich glaube nicht, dass die so mit Einreichungen zugeworfen werden, dass das ein unzumutbarer Aufwand wäre.


Naja, zugeworfen nicht direkt, aber mehr als tausend Texte Auswahl (teilweise deutlich über 10k Zeichen) und nur ein Dutzend, die wir veröffentlichen können, sind schon heftig. Entspannte Wochenenden sehen anders aus. Für die im Dezember erscheinende Ausgabe war es richtig Arbeit. Allerdings diesmal in der Masse sehr angenehme Arbeit. Teilweise waren die Texte wirklich erstaunlich gut.

Zitat:
Ich denke mir in dem Zusammenhang aber immer, dass sich die Einstellung so mancher Herausgeber wohl ändern würde, wenn nicht immer wieder einzelne Autoren sie derartig beschäftigen würden. Die einen fragen ununterbrochen nach (einer wollte mal schon vor dem Einsendeschluss Zu- oder Absage wegen einer anderen möglichen Veröffentlichung), die anderen akzeptieren kein nein, sondern versuchen, ihr Gegenüber in abendfüllende Diskussionen zu verwickeln.


GENAU SO ist es. Leider sogar viel zu oft. Vorzeitige Absagen, die den Autoren eigentlich entgegenkommen, weil sie ihre Texte dann woanders einreichen können, werden zum schriftlichen Schlagabtausch. Dafür haben wir eigentlich keine Zeit, aber manchmal sind wir so bescheuert und versuchen es zu erklären, warum ein Text bei uns nicht so ankam. Doofe Idee, weil viele Autoren eine dermaßen ausgeprägte Phobie gegen Kritik haben, das jede Äußerung von uns zum schriftlichen Duell mutiert. Das macht echt keinen Spaß.

Zitat:
Diese Formulierung lässt vermuten, dass sie sich bei einer "Absage" auch nicht melden.


Das machen wir in der Regel schon, aber nicht immer. Siehe oben.

Ich nehme die angebrachte, weil auch sehr höflich formulierte, Kritik an uns ernst. Genau für solche Beiträge, habe ich mich hier angemeldet. Danke.

Gruß
Jürgen

_________________
http://www.asphaltspuren.de - das etwas andere Literaturmagazin

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BeitragVerfasst: 15 Nov 2009 20:10 
Wortakrobat
Wortakrobat
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Registriert: 26 Mai 2007 19:30
Beiträge: 321
Hallo Jürgen,

danke für deine Erklärung.

Zitat:
aber mehr als tausend Texte

Ok, :shock:, also für mich läuft das dann doch deutlich unter mit Texten zugeworfen.

In dieser Größenordnung wird auch die Standardantwort zur Arbeit. Da braucht es schon so etwas wie einen automatischen Mailresponder.

Sorry, nichts für ungut,
Andreas


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BeitragVerfasst: 17 Nov 2009 17:31 
Satzartist
Satzartist
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Registriert: 18 Jun 2007 12:46
Beiträge: 746
Wohnort: Bayern
Zitat:
Vor lauter Arbeit haben wir es einfach oft vergessen.


Kann passieren und ist jetzt geklärt. Schön, dass ihr das ändern werdet, da spricht eben ein Profi.

Zitat:
Trotzdem wird es vorkommen, daß wir uns erst am folgenden WE melden können,


Hauptsache Mail "Wir haben den Text". Mehr will ich nicht.

Zitat:
(teilweise deutlich über 10k Zeichen)


Es freut einen Autoren wie mich immer wieder, dass sich Kollegen so akribisch an die Zeichenbegrenzung halten (Ironie aus).
Da wundert es mich nicht, dass die Herausgeber irgendwann mehr als krätzig werden. Wahrscheinlich gibt es auch noch heldenhaft Autoren, die zum Thema Meer eine Waldgeschichte mit Elfen und Trollen einreichen.
Leider ist gegen solche Schreiberlinge kein Kraut gewachsen. Ohne die sähe es wahrscheinlich wirklich besser aus.


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