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Die Wanderdüne von Felix Woitkowski
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Autor:  Taklara [ 14 Jun 2011 11:50 ]
Betreff des Beitrags:  Die Wanderdüne von Felix Woitkowski

Ich bin nicht wirklich gut im Rezensionen schreiben – meistens werden sie zu kurz. Aber für einen ersten Eindruck wird es hoffentlich reichen.
Eine Inhaltsangabe spare ich mir, dafür hier der Klappentext:

„Eigentlich wollte Jonathan nur seinen heißgeliebten Rummel besuchen. Doch während er die Vorstellung in einem alten Zelt genießt, verwischt die Welt. Gerüche, Geräusche, Gesichter verschwinden. Plötzlich findet er sich im Strudel ungebändigter Gewalten wieder. Als die Illusion endet, verlässt Jonathan erleichtert das Zelt - und wird zum Gefangenen der Stadt, im Joch der Wanderdüne.
Auf der Suche nach einem Ausweg dringt Jonathan immer tiefer in das sich stetig verändernde Straßengewirr der Stadt ein, die von einer unüberwindbaren Mauer geteilt wird. Er trifft auf puppenhafte, menschliche Wesen - hohl abweisend, einem geheimen Ruf folgend.
Ein einziges Buch, das Gustav Samuel vor Jahren verfasste und danach verschwand, erzählt Jonathan die Geschichte der Stadt. Weder Vergangenheit noch Zukunft berühren sie - und doch bedeutet sie sowohl Leben als auch Tod für ihre Bewohner. Aber weshalb hat es ausgerechnet ihn in diese albtraumhafte Agonie gezogen?“

Nach diesem Klappentext hatte ich gewisse Erwartungen – und ich muss sagen, die wurden nicht enttäuscht.
Ein wenig kafkaesk, mit einem Hauch von Meyrink, einer Prise Kubin und sogar ein wenig Bradbury sowie einiges an neuen skurrilen Ideen – eine Mischung, die mir sehr zusagte. Für mich war es ein regelrechter Pageturner. Ich wollte unbedingt wissen, was mich auf der nächsten Seite erwartet.
Natürlich wollte ich auch den diversen Rätseln auf die Spur kommen. Was das angeht war das Ende – mein einziger Kritikpunkt – nicht wirklich befriedigend. Für mein Empfinden wurden nicht alle losen Enden verknüpft. Aber vielleicht – auch das ziehe ich in Erwägung – war mir das Buch einfach zu kurz.
Ich hätte gerne weiter gelesen.
Fazit: Wer keinen stringenten Roman erwartet, in dem alles logisch und erklärbar ist, der wird seinen Spaß haben an der „Wanderdüne“ – auch aufgrund der teilweise herrlichen altmodischen Formulierungen.

Autor:  Felix [ 14 Jun 2011 13:41 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Die Wanderdüne von Felix Woitkowski

:oops: Danke für deine Rezi, Taklara, und deine netten Worte. O0

Ich löse manches bewusst nicht auf und manches nur sehr versteckt. Das hat schon zu sehr unterschiedlichen Reaktionen geführt: Unverständnis, aber auch zu tollen Gesprächen und Interpretationen. Vielleicht hilft dir der Lesezirkel im Juli ja noch etwas zum Verständnis weiter: http://www.literatopia.de/forum/thread-6100.html

Auf Literra gibt es übrigens eine sehr umfangreiche Rezension:
http://literra.info/rezensionen/rezension.php?id=5211

Gruß, Felix

Autor:  Felix [ 21 Jan 2012 18:50 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Die Wanderdüne von Felix Woitkowski

Auch Wanderdünen gehen mit der Zeit. Deshalb ist meine jetzt für alle Kindle-Besitzer und sonstigen Freunde der digitalen Lesekunst auch bei amazon.de als eBook erhältlich: Klick!
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Wer trotztdem noch ein paar Kaufargumente braucht, folgt am besten einfach den folgenden Links:

Ein schmales Bändchen, dessen Textmenge sich beim Lesen vermehrt, hat Felix Woitkowski hier im Wunderwaldverlag veröffentlicht. Phantastik in bester Tradition und ein Versprechen auf weitere, so erstaunliche Texte aus der Hand des jungen Autoren.
Ralf Steinberg für fantasyguide.de

"Die Wanderdüne“ ist kein Buch für jedermann; zieht dessen Geschichte seinen Reiz doch mehr aus den Aufbau einer finsteren Atmosphäre und undurchschaubarer Ereignisse. Action und ein wilde Handlung sucht man vergeblich. Wer jedoch der subtilen Form der Phantastik zugeneigt ist, wird mit diesem Titel bestens bedient sein.
Eric Hantsch für literra.info

Teilweise erinnerte mich das ganze an die Frühwerke eines Michael Marrak. Dann musste ich wieder an die Comics der Franzosen Shuiten und Peters denken, bzw. an ihre Reihe über die Geheimnisvollen Städte. "Die Wanderdüne" ist sprachlich gehoben, stilistisch sicher und eigen, inhaltlich nachvollziehbar schön verworren ... Ich oute mich hiermit als Stadt-Fan.
Tobias Bachmann im Horror-Forum: [url]http://www.horror-forum.com/5180-felix-woitkowski-die-wanderdüne/thread2.html#post96895[/url] (Warum will die Boardsoftware den Link denn nicht?)

Ich wurde beim Lesen von der Wanderdüne überrollt. In Erwartung einer harmlosen Fantasy-Geschichte ließ ich den irgendwie naiv-durchschaubar wirkenden Rummelplatz-Beginn an mir vorbeiplätschern...natürlich...das alte Zelt...Portal in eine andere Welt...was sonst...aber plötzlich werde ich fast umgestoßen von (alp-)traumhaften Orten und Ereignissen, die sich wie Scherben vor einem ausbreiten, man versucht vergeblich, sie zu einem Ganzen zusammenzufügen und immer wenn man glaubt, es annähernd erfasst zu haben, verläuft es im Sande(!).
Rezension auf amazon.de

Gruß, Felix

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